Den Anspruch auf einen Kita-Platz dokumentiert durchsetzen
Bedarf und Suchbemühungen liegen lückenlos dokumentiert vor, das Jugendamt hat ein bedarfsgerechtes Angebot nachgewiesen oder wurde schriftlich zur Abhilfe und zum gerichtlichen Eilrechtsschutz aufgefordert. Am Ende liegen entweder unterschriebener Betreuungsvertrag und geklärte Beiträge vor oder ein fristgewahrter Eskalationsplan.

Kostenlose Vorschau: 3 von 20 Schritten
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Für wen es ist
Eltern von Kindern unter drei Jahren in Deutschland, die vor dem Wiedereinstieg in Beruf, Ausbildung oder Studium stehen und trotz rechtzeitiger Suche keinen bedarfsgerechten Kita- oder Tagespflegeplatz erhalten haben.
Über diese Anleitung
Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch die rechtssichere Durchsetzung deines gesetzlichen Anspruchs auf frühkindliche Förderung für Kinder unter drei Jahren. Er richtet sich an Eltern in Deutschland, die trotz eigener Bemühungen keinen bedarfsgerechten Betreuungsplatz zugewiesen bekommen haben und unter Zeitdruck stehen. Du erstellst ein lückenloses Nachweissystem, forderst das zuständige Jugendamt nachweisbar auf und leitest bei Bedarf Eilantrag, Widerspruch oder Kostenerstattung ein. Am Ende hältst du entweder einen passenden Betreuungsvertrag samt geprüftem Beitragsbescheid in Händen oder hast alle gerichtlichen Schritte fristwahrend eingeleitet. Die Bearbeitung erstreckt sich je nach Reaktionszeit des Jugendamts über drei bis sechs Monate.
Deckt 1 Situation ab
Entspricht das Betreuungsangebot deinem Bedarfsprofil oder liegt weiterhin kein zumutbarer Platz vor?
Das Playbook fragt dich unterwegs und zeigt dir nur die Schritte, die auf dich zutreffen.
Was du tun wirst, Schritt für SchrittKostenlose Vorschau
Offen ist nur eine Kostprobe: 3 von 20 Schritten kannst du vollständig lesen. Der Rest wird beim Kauf freigeschaltet.
Phase 1: Bedarfsprofil definieren und Nachweisakte anlegen
6 SchrittePhase 2: Eigenbemühungen durchführen und Bedarfsanzeige einreichen
2 SchrittePhase 3: Bearbeitung überwachen und Angebote prüfen
3 SchrittePhase 4: Abhilfe verlangen und Selbstbeschaffung vorbereiten
3 SchrittePhase 5: Gerichtlichen Rechtsschutz beim Verwaltungsgericht betreiben
2 SchrittePhase 6: Vertrag schließen, Kosten klären und Vorgang archivieren
4 Schritte
Details
Was du vorher brauchst
Geburtsurkunde des Kindes, Meldebescheinigung der Familie sowie Arbeitszeit- oder Ausbildungsnachweise beider Elternteile zur Belegung des wöchentlichen Betreuungsumfangs.
Tags
Häufige Fragen
Glossar
- Kindertagespflege
- Eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform, bei der Kinder vor allem durch qualifizierte Tagesmütter oder Tagesväter betreut werden. Sie ist nach dem Jugendhilferecht zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung rechtlich gleichrangig.
- Träger der öffentlichen Jugendhilfe
- Die für die Bereitstellung und Finanzierung von Jugendhilfeleistungen zuständige kommunale Behörde. In kreisfreien Städten ist dies das städtische Jugendamt, in Landkreisen das Kreisjugendamt des gewöhnlichen Aufenthaltsorts.
- Bedarfsanzeige
- Die förmliche Mitteilung der Eltern an das zuständige Jugendamt, mit der ein konkreter Betreuungsbedarf für ein Kind unter Angabe von Stichtag, Betreuungsumfang und täglichen Zeiten verbindlich angemeldet wird.
- Glaubhaftmachung
- Ein erleichterter Beweismaßstab im gerichtlichen Eilverfahren, bei dem Tatsachen nicht lückenlos bewiesen, sondern dem Gericht durch geeignete Belege oder schriftliche Protokolle als überwiegend wahrscheinlich dargelegt werden müssen.
- Verfahrenskostenhilfe
- Eine staatliche Fürsorgeleistung, die Personen mit geringem Einkommen und Vermögen gewährt wird, um die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens zu tragen. Voraussetzung ist, dass die Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.
- Selbstbeschaffung
- Der eigenständige Abschluss eines Betreuungsvertrags bei einer privaten Einrichtung oder Tagespflegestelle durch die Eltern, nachdem das Jugendamt trotz rechtzeitiger Anzeige und Nachfrist keinen zumutbaren Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt hat.
- Beratungshilfeschein
- Ein Berechtigungsschein des örtlichen Amtsgerichts für Personen mit geringem Einkommen, der die Kostenübernahme für eine außergerichtliche Beratung und Unterstützung durch eine Rechtsanwaltskanzlei regelt.
- Rechtsbehelfsbelehrung
- Der förmliche Hinweis am Ende eines behördlichen Bescheids, der Auskunft darüber gibt, welches Rechtsmittel zulässig ist, bei welcher Behörde es einzureichen ist und welche Frist dabei einzuhalten ist.





