Mieterhöhung prüfen und richtig beantworten (Deutschland)
Du prüfst Begründung, Vergleichsmiete, Kappungsgrenze und lokale Vorgaben und versendest eine dokumentierte Zustimmung, Teilzustimmung oder Zurückweisung.

Kostenlose Vorschau: 2 von 12 Schritten
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- Mach es zu deinem — eine private Kopie, die du an deine Lage anpassen kannst
- Die Community der Anleitung — stell Fragen, erhalte Ergänzungen und sieh, wie andere Käufer sie verbessern, direkt beim Schritt
Für wen es ist
Für Mieterinnen und Mieter von freifinanziertem Wohnraum in Deutschland, die ein schriftliches Mieterhöhungsverlangen erhalten haben und dieses eigenständig ohne Vorkenntnisse prüfen und beantworten wollen.
Über diese Anleitung
Dieser Leitfaden führt Schritt für Schritt durch die formelle und inhaltliche Prüfung eines schriftlichen Mieterhöhungsverlangens bis hin zur rechtssicheren Beantwortung. Mieterinnen und Mieter von freifinanziertem Wohnraum in Deutschland gleichen das Verlangen mit Mietvertrag, Mietspiegel und gesetzlicher Kappungsgrenze ab. Das Ergebnis ist ein unterschriebenes Antwortschreiben mit Zustellnachweis sowie ein klarer Fahrplan für Dauerauftrag, Fristüberwachung oder Klageabwehr. Die Bearbeitung dauert etwa zwei bis drei Stunden Arbeitszeit zuzüglich der gesetzlichen Überlegungs- und Klagefristen.
Deckt 1 Situation ab
Welche Antwortroute ergibt sich aus deiner rechtlichen Prüfung?
Das Playbook fragt dich unterwegs und zeigt dir nur die Schritte, die auf dich zutreffen.
Was du tun wirst, Schritt für SchrittKostenlose Vorschau
Offen ist nur eine Kostprobe: 2 von 12 Schritten kannst du vollständig lesen. Der Rest wird beim Kauf freigeschaltet.
Phase 1: Eingangsdokumentation und Vorprüfung
4 SchrittePhase 2: Materielle Prüfung und Höchstbetragsberechnung
2 SchrittePhase 3: Entscheidung und Antwortversand
3 SchrittePhase 4: Zahlungsanpassung und Klagefristüberwachung
2 SchrittePhase 5: Verfahrensabschluss oder Klageabwehr
1 Schritt
Details
Was du vorher brauchst
Ein schriftliches Mieterhöhungsverlangen des Vermieters, der ursprüngliche Mietvertrag samt sämtlichen Nachträgen sowie die Mietkontoauszüge der letzten drei Jahre.
Tags
Häufige Fragen
Glossar
- Sonderkündigungsrecht
- Ein gesetzliches Recht von Mieterinnen und Mietern, ein Mietverhältnis infolge eines Mieterhöhungsverlangens außerordentlich zu beenden. Es kann bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang des Erhöhungsschreibens zum Ablauf des übernächsten Monats erklärt werden, wodurch die Mieterhöhung nicht mehr wirksam wird.
- Nettokaltmiete
- Der reine Grundbetrag für die Wohnraumnutzung ohne Vorauszahlungen oder Pauschalen für Heizung und Betriebskosten. Sie bildet im Mietrecht die maßgebliche Berechnungsbasis für die ortsübliche Vergleichsmiete und die Kappungsgrenze.
- Beratungshilfe
- Eine staatliche Leistung für Personen mit geringem Einkommen zur Wahrnehmung von Rechtsberatung außerhalb eines Gerichtsverfahrens. Sie kann beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden und ermöglicht eine fachliche Beratung gegen eine geringe gesetzliche Eigenbeteiligung.
- Jahressperrfrist
- Die gesetzliche Wartefrist von zwölf Monaten, die zwischen dem Wirksamwerden einer Mieterhöhung und dem Zugang des nächsten Erhöhungsverlangens liegen muss. Geht ein Schreiben vor Ablauf dieser Zeitspanne zu, ist das Erhöhungsverlangen aus formellen Gründen unwirksam.
- qualifizierter Mietspiegel
- Eine nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erarbeitete und von Behörden oder Interessenvertretern anerkannte Übersicht über Mietentgelte. Liegt ein solcher Mietspiegel für die Gemeinde vor, müssen dessen Angaben im Mieterhöhungsverlangen auch dann mitgeteilt werden, wenn andere Begründungsmittel verwendet werden.
- ortsübliche Vergleichsmiete
- Die Entgelte, die in einer Gemeinde für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit, Lage und energetischer Merkmale vereinbart oder geändert worden sind. Sie bildet den Maßstab für die zulässige Miethöhe bei einer regulären Erhöhung.
- Kappungsgrenze
- Die gesetzliche Begrenzung, um wie viel Prozent sich eine Wohnungsmiete innerhalb eines Dreijahreszeitraums höchstens erhöhen darf. Je nach Gemeinde und Vorliegen einer entsprechenden Landesrechtsverordnung liegt die Obergrenze bei 20 Prozent oder abgesenkten 15 Prozent.
- Versäumnisurteil
- Eine gerichtliche Entscheidung, die ergeht, wenn eine beklagte Partei eine gesetzte Frist zur Klageerwiderung oder Verteidigungsanzeige verstreichen lässt. Die Entscheidung ergeht ohne inhaltliche Sachprüfung der Forderung zu Lasten der säumigen Partei.








