Unterhaltsvorschuss beantragen und Rückfragen der Behörde vorbereiten
Du kennst deinen Anspruch mit den Beträgen ab 2026, hast alle Nachweise und eine belastbare Zahlungschronologie beisammen und einen vollständigen Antrag bei der örtlich zuständigen Stelle eingereicht. Danach beantwortest du Rückfragen fristgerecht, prüfst den Bescheid gegen und steuerst den laufenden Bezug ohne Rückforderungsrisiko.

Kostenlose Vorschau: 3 von 18 Schritten
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Für wen es ist
Für alleinerziehende Eltern in Deutschland, deren anderes Elternteil keinen, nur unregelmäßigen oder geringeren Unterhalt als den gesetzlichen Unterhaltsvorschuss zahlt.
Über diese Anleitung
Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch das gesamte Verfahren zur Beantragung von Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UhVorschG) mit den Beträgen ab 2026. Du ermittelst deinen Anspruch, stellst eine lückenlose Nachweisakte samt Zahlungschronologie zusammen und reichst deinen Erstantrag form- und fristgerecht bei der zuständigen Unterhaltsvorschussstelle ein. Anschließend steuerst du behördliche Rückfragen, prüfst den Bescheid gegen eventuelle Kürzungsfehler und organisierst die laufenden Meldepflichten ohne Rückforderungsrisiko. Die Vorbereitung und Zusammenstellung der Akte dauert etwa zwei bis vier Stunden, während das gesamte behördliche Verfahren bis zum Bescheid typischerweise ein bis drei Monate in Anspruch nimmt.
Deckt 1 Situation ab
Welche Entscheidung hat die Unterhaltsvorschussstelle in ihrem Bescheid getroffen?
Das Playbook fragt dich unterwegs und zeigt dir nur die Schritte, die auf dich zutreffen.
Was du tun wirst, Schritt für SchrittKostenlose Vorschau
Offen ist nur eine Kostprobe: 3 von 18 Schritten kannst du vollständig lesen. Der Rest wird beim Kauf freigeschaltet.
Phase 1: Anspruch und Zahlbetrag ermitteln
3 SchrittePhase 2: Nachweise und Chronologie zusammenstellen
3 SchrittePhase 3: Antrag ausfüllen und formgerecht einreichen
3 SchrittePhase 4: Behördliche Prüfung und Mitwirkung steuern
3 SchrittePhase 5: Bescheid prüfen und Rechtsbehelf einlegen
3 SchrittePhase 6: Laufenden Bezug steuern und Weiterbewilligung sichern
3 Schritte
Details
Was du vorher brauchst
Ein in deinem Haushalt lebendes Kind unter 18 Jahren sowie deine aktuellen Kontoauszüge der letzten Monate zum Nachweis ausbleibender oder unzureichender Unterhaltszahlungen.
Tags
Häufige Fragen
Glossar
- Residenzmodell
- Ein Betreuungsmodell nach einer Trennung, bei dem das Kind überwiegend im Haushalt eines Elternteils lebt und von diesem versorgt wird. Der andere Elternteil leistet in dieser Konstellation typischerweise Barunterhalt und nimmt Betreuungs- oder Umgangszeiten wahr.
- Barunterhalt
- Die Erfüllung der gesetzlichen Unterhaltspflicht durch regelmäßige monatliche Geldzahlungen zur Deckung des Lebensbedarfs des Kindes. Er wird in der Regel von dem Elternteil geschuldet, bei dem das Kind nicht überwiegend wohnt.
- Unterhaltsvorschussstelle
- Die beim örtlichen Jugendamt angesiedelte Fachbehörde, die für die Bearbeitung, Bewilligung und Auszahlung des Unterhaltsvorschusses zuständig ist. Sie prüft den Anspruch und nimmt den unterhaltspflichtigen Elternteil bei Zahlungsverzug in Regress.
- Vaterschaftsanerkennung
- Eine förmliche, öffentlich beurkundete Erklärung eines Mannes, der rechtliche Vater eines Kindes zu sein. Zusammen mit der Zustimmungserklärung der Mutter begründet sie das rechtliche Verwandtschaftsverhältnis, wenn die Eltern bei der Geburt nicht verheiratet waren.
- Negativattest
- Eine amtliche Bescheinigung des Jugendamts darüber, dass keine Erklärungen über die gemeinsame elterliche Sorge vorliegen. Sie dient als Nachweis darüber, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht für das Kind ausübt.
- Unterhaltstitel
- Ein vollstreckbares amtliches oder gerichtliches Dokument, das die Pflicht zur Unterhaltszahlung verbindlich festschreibt. Dazu zählen unter anderem Jugendamtsurkunden, gerichtliche Beschlüsse oder gerichtlich protokollierte Vergleiche.
- Jugendamtsurkunde
- Ein von einer Urkundsperson des Jugendamts kostenfrei ausgestelltes Dokument mit Vollstreckungswirkung. Darin kann eine unterhaltspflichtige Person die Verpflichtung zur Unterhaltszahlung oder die Vaterschaft rechtsverbindlich anerkennen.
- Beistandschaft
- Ein kostenloses Unterstützungsangebot des Jugendamts für alleinerziehende Elternteile. Der Beistand vertritt das Kind als gesetzlicher Vertreter bei der Feststellung der Vaterschaft sowie bei der Ermittlung und Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen.





